Alle Jahre wieder: Unser Adventsrätsel - Auflösung

Liebe Liebhaberinnen und Wertschätzer des besonderen, des originellen und gelungenen sprachlichen Ausdrucks,

20 Zitate aus den ungerodeten Fluren der Literatur hoffen auf Lektüre und Entschlüsselung. Unser diesjähriges Literarisches Adventsrätsel hat zum Thema Auf dem Land und gibt vom 2. Dezember an, an jedem Werktag im Advent, je einen literarisch formulierten Einblick und Eindruck vom Lande. Jeden Tag also (außer sonntags) gibt es eine neue Frage mit drei Antwortmöglichkeiten und somit über 33% Wahrscheinlichkeit, an der Verlosung des Tagespreises (in der Regel ein Buch) teilzunehmen. Die Fragen befinden sich auf unserer Homepage und liegen im Buchladen aus, Antworten können mündlich und schriftlich übermittelt werden.

Wir wünschen viel Freude, zunächst beim Lesen, dann beim Raten, Schätzen oder recherchierenden Ergründen und schließlich und natürlich und hoffentlich beim Gewinnen.

Auswertung: Niemand hat alle Fragen richtig gelöst, es gibt aber drei RätslerInnen, die nur einen Fehler haben und deshalb gemeinsam die Sieger sind. Wir gratulieren ganz herzlich M. Bucher, M. Beyer und N. Held! Die Gewinne können ab dem 10. Januar in der Buchhandlung entgegengenommen werden.

 

 

 

24. Dezember, Frage 20

Aus welchem Roman stammt die folgende Beschreibung eines Fußweges über mittelgebirgiges Land?

Durch die endlosen Fichtenwälder, gnadenlos und lebensgefährlich in den sechs Monaten Winter bei uns [...]gehst du gut und gerne drei Stunden, [...] passierst im Spitzbergschatten den kleinen Ort Försterhäuser und biegst in Seifen auf der Heide rechts ab, nach einer halben Stunde kommst du erst durch einen Wald und dann durch Zwittermühl mit seinen wie ausgesät auf dem Plan liegenden Häusern, den zwei Forstämtern und der Zeche Segen Gottes. Von der Zeche aus gehst du weiter am Schwarzwasser entlang bis nach Jungenhengst, auch einer Streusiedlung, dort strikt nach Westen, nach einer langen Waldpassage kommt man an den einzelnen Häusern rund um den Ziegenschacht vorbei, von da an bergan, bis du jenseits der Kuppe die Bahn von Schwarzenberg nach Karlsbad auf halber Talhöhe siehst, überquere die Gleise, steig den steilen Wiesenhang hinunter, nimm die letzte Schleife durch das Wäldchen hinter unserm Garten, und wir können dich, wenn du die Tour geschafft hast, ebenso begrüßen wie heute...

a) Willkomma in Wiesenthol (von Anton Günther)
b) Schwarzenberg (von Stefan Heym)
c) Frohburg (von Guntram Vesper)

Gewinner: A. Höfelmayr / Gewinn: A. Stifter: Der Bergkristall

 

 

23. Dezember, Frage 19

Vom wem stammen diese Zeilen?

von einer generation zur andern/ starben die bauern im dorf aus./ wie wortkarg, wie uneins auch sonst/ die altmodisch gestiefelten eigenbrötler,/sei es aus habgier, sei es aus mißgunst,/ wegen läppischer grenzstreitigkeiten/ oder einfach aus dünkel, der sich blind/ an der zahl der spannpferde mißt,/ auf einmal bildeten sie wieder wie in grauer vorzeit/ eine verschworene gemeinschaft von brandstattrodern/ und waldhüfnern, die den entschluß gefaßt hat,/ ihre alteingesessenen namen nicht länger/ fortzuschreiben in den registern der kirchenbücher.// ...

a) Heinz Czechowski (in: Wüste Mark Kolmen)
b) Wulf Kirsten (in: Stimmenschotter)
c) Franz Xaver Kroetz (in: Bauern sterben)

Gewinnerin: A. Mayer / Gewinn: M. Kleeberg: Vaterjahre

 

 

21. Dezember, Frage 18

Welchem Roman entstammt diese Land-Szene?

Eines Morgens stehe ich früher auf. Die Hähne haben schon gekräht, aber es ist noch dunkel. Am besten schau ich mal nach der Kuh unten, sag ich bei mir. Ich weiß, dass sie kurz vor dem Kalben steht. Ich klettere also nach unten, um nachzusehen, ob es etwas Neues gibt. Nach meiner Zählung müsste sie eigentlich schon gekalbt haben, aber es ist immer noch nicht so weit. Sicher habe ich mich bei den Monaten verzählt. Ich habe ja nur den einen Verstand. Bei meinen Kindern habe ich mich schon mal verzählt, aber beim Vieh bisher nicht. Wir schauen uns an, die Kuh und ich, ich miste ein bisschen bei ihr aus, und wir schauen uns an. Ich weiß, wie es ist, trächtig zu sein. Ich sammle auf, was um ihre Futterkrippe herum zu Boden gefallen ist, befreie sie rund um den Euter von Zecken und kehre zurück nach oben.

a) Quecke von Petre M. Andreevski
b) Der erste Horizont meines Lebens (von Liliana Corobca)
c) Quitte von Inge Fasanova

Gewinnerin: H. Schnell / Gewinn: B. Buford: Hitze

 

 

20. Dezember, Frage 17

Welcher Lyriker gedenkt hier Vögeln, die einen aufgegebenen Hof wieder beleben?

Die Vögel kamen durch die Luft heran/ und durch kaputte Scheiben ein und aus/ mit Gurren, das wie unser Seufzen klang,/ wenn wir zu lang in dem, was war, verweilt.//

Für sie erschafft der Flieder neues Laub,/ die angesengte alte Ulme auch;/ für sie hebt steif die Pumpe ihren Arm; der Zaunpfahl trägt für sie ein Knäuel Draht.//

Für sie gab es dort nichts, was traurig war./ Sie waren einfach froh in ihrem Nest./ Doch wär man nicht mit Ländlichem vertraut,/ man hätt geglaubt, der Mauersegler weint.

a) Seamus Heaney (in: Die Amsel von Glanmore)
b) Robert Frost (in: Promises to keep/ Gedichte)
c) Robert Burns (in: Auf wildem Pfad durch Fels und Hof)

 

Gewinner: N. Held / Gewinn: David Szalay: Was ein Mann ist

 

 

19. Dezember, Frage 16

Wer fährt hier mit eingeschränktem Blickfeld über Land?

... war schon mehrere Male nach Mariannelund gefahren. Ihm hatte es gefallen, hoch oben auf dem Kutschwagen zu sitzen und zu sehen, wie sich der Weg schlängelte, und die Höfe anzuschauen, an denen er vorbeifuhr, und die Kinder, die auf den Höfen wohnten, und die Hunde, die hinter den Zäunen bellten, und die Pferde und Kühe, die auf den Wiesen weideten.

Aber jetzt war es weniger schön. Jetzt saß er da mit einer Suppenschlüssel über den Augen und sah nur ein kleines Stück von seinen eigenen Knopfstiefeln - durch den schmalen Spalt unter der Suppenschüsselkante.

a) Mats (aus: Die abenteuerliche Reise des Mats Holmberg von Erik Ole Lindström)
b) Björn (aus: Björn aus Björnsterna von Sven Nordquist)
c) Michel (aus: Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren)

 

Gewinner: R. Müller / Gewinn: Christopher Kloeble: Die unsterbliche Familie Salz

 

 

18. Dezember, Frage 15

Wer schreibt in einem windigen Oktober Folgendes in sein Tagebuch?

Der Westwind klappert mit den noch geschlossenen Schoten der Platterbse, ungehemmt fährt er über die Stoppelfelder. Niemand hindert ihn, die Sonne selbst hält ihn nicht, die unerwartet strahlt, über einer reingewaschenen, winterbereiten Welt. Viel Leben duckt sich jetzt, nicht nur der Hase, für den der Wind Tagelöhnerdienste geleistet hat, indem er für ihn die letzten Haferähren ausdrosch. Lange nicht haben die Spinnen eine so ungestörte Zeit gehabt wie den vergangenen Spätsommer. Jetzt mahnen früh beginnende Dunkelheit und Regengüsse, sichere Quartiere aufzusuchen.

a) Wilhelm Lehmann (in: Bukolisches Tagebuch)
b) Ernst Jünger (in: Eurasische Aufzeichnungen)
c) Henryk Bereska (in: Kolberger Hefte)

 

Gewinnerin: M. Bramm / Gewinn: Vier Wünsche ans Universum

 

 

17. Dezember, Frage 14

Wer schildert folgende ländlich-wäldliche Idylle?

Im ersten Sommer las ich keine Bücher; ich pflanzte Bohnen. Nein, oft tat ich noch etwas Besseres. [...] An manchen Sommermorgen saß ich, nachdem ich mein gewohntes Bad genommen hatte, von Sonnenaufgang bis Mittag in Träumerei versunken, auf meiner sonnenbeschienenen Türschwelle zwischen Fichten, Walnußbäumen und Sumach in ungestörter Einsamkeit und Stille, während die Vögel ringsumher sangen oder leise durch das Haus flatterten, bis ich durch die an das westliche Fenster fallenden Sonnenstrahlen oder durch Wagengerassel auf der Landstraße daran erinnert wurde, daß die Zeit vergeht. In solchen Stunden wuchs ich wie das Korn in der Nacht; sie waren viel besser, als irgendwelches Werk meiner Hände gewesen wäre. Es war keine meinem Leben abgezogene, sondern um soviel dreingegebene Zeit.

a) Peter Wohlleben (in: Hörst Du wie die Vögel singen)
b) John Lewis-Stempel (in: Ein Stück Land. Mein Leben mit Pflanzen und Tieren)
c) Henry David Thoreau (in: Walden oder Leben in den Wäldern)

 

Gewinnerin: M. Bayer / Gewinn: Ruth Cerha: Bora. Eine Geschichte vom Wind


 

 

 

16. Dezember, Frage 13

In welcher Erzählung stellt der Erzähler folgende Gedanken an?

Da ich einmal längere Zeit auf der Besitzung des Majors war, da ich die Teile derselben übersah, und verstehen lernte, da die Dinge vor mir wuchsen und ich an dem Gedeihen derselben Anteil nahm: hatte mich das gleichförmig sanfte Abfließen dieser Tage und Geschäfte so eingesponnen, daß ich mich wohl und ebenmäßig angeregt fühlte, und auf unsere Städte vergaß, gleichsam als wäre das ein Kleines, was in ihnen bewegt wird.

in:
a) Frau Majorin Renate (von Theodor Storm)
b) Brigitta (von Adalbert Stifter)
c) Regine (von Gottfried Keller)

 

Gewinner: H.-J. Krüger / Gewinn: Talis Würger: Stella

 

 

14. Dezember, Frage 12

Von wem stammen folgende Zeilen?

Meine Liste der Blumen wilder Wiesen
Hab´ ich in Reimen viel gepriesen;
Ermüdend lange scheinen sie
Wohl manchem, doch mich langweilen sie nie.

a) John Clare (in: Der Schäferkalender)
b) John Sinclair (in: Blumenjäger)
c) John Keats (in: Werke und Briefe)

 

Gewinnerin: K. Kunkel / Gewinn: Anne Reinecke: Leinsee

 

 

13. Dezember, Frage 11

Aus welchem Roman stammt folgende Passage?

Schwer zu glauben, wie dünn besiedelt die Gegend war. Die Anzeichen menschlicher Zivilisation waren so selten, dass jeder Strommast auffiel. [...] Hin und wieder drängten sich am Straßenrand ein paar Häuser zusammen, die von Ortsschildern zu Dörfern erhoben wurden. Die Namen klangen wie aus einem surrealen Film, Wassersuppe, Regenmantel, Seelenheil. [...] ... bremste für eine Katze und fuhr Schrittgeschwindigkeit hinter drei Ponys, die mit ihren jugendlichen Reiterinnen mitten auf der Straße trotteten. Ihm kam das alles wie ein Paralleluniversum vor. Ein No-man´s-Disneyland. Ein Freilichtmuseum preußischen Versagens beim Versuch der Wiederaufsiedlung wüst gefallener Ländereien. Friedrich der Große würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, wie das Ergebnis seiner aufwändigen Siedlungspolitik aussah, samt Sumpftrockenlegung und Dorfneubau: drei zwölfjährige Mädchen auf Ponys in einer ansonsten völlig ausgestorbenen Landschaft.

a) Vor dem Fest (von Sascha Stanisic)
b) Tanzboden (von Moritz von Uslar)
c) Unterleuten (von Juli Zeh)

 

Gewinnerin: M. Füllenbach / Nina Lykke: Aufruhr in mittleren Jahren

 

 

12. Dezember, Frage 10

Wer vermeint hier, den Weg mit seiner Kutsche genau zu kennen?

Heute geht´s nach Bullerau/ und ich weiß den Weg genau://

Bis zur Brücke geradeaus,/ dann nach links zum Försterhaus,/ kurz davor am großen Stein/ biegt man dann nach rechts hinein/ in den dichten Fichtenwald/ und dann ist man auch schon bald/ da, wo die Kastanien stehen - /Bullerau ist/ von da oben/ nicht mehr weit und gut zu sehen!

a) Onkel Tobi (in: Onkel Tobis Landpartie von Hans-Georg Lenzen)
b) Onkel Anders (in: Von Bullerbü nach Bullerau von Astrid Lindgren)
c) Onkel Tom (in: Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher-Stowe )

 

Gewinner: T. Luther / Gewinn: Anselm Oelze: Wallace

 

 

11. Dezember, Frage 9

Wer schreibt im Mai 1913 folgende Zeilen an Max Brod?

Hier ist prachtvolle Bergluft, und ich mache zehn- und mehrstündige Märsche durch die besten Gegenden. Ich sorge für die Erzeugung von Durst und für Beseitigung desselben, indem ich Gelegenheit finde, ihn in schönen Biergärten zu löschen.

a) Robert Walser (in: Briefe)
b) Robert Bosch (in: Briefe zum sozialen Frieden)
c) Franz Kafka (in: Briefe 1913-1914)

 

Gewinnerin: R. Schubert / Gewinn: J. Courtney Sullivan: All die Jahre

 

 

10. Dezember, Frage 8

Wem wird hier bang angesichts einer Zukunft auf dem Land?

Dieser Raum, diese wunderbare Stille der Steppe sagten ihr, das Glück sei nahe und wohl bereits da; im Grunde hätten Tausende von Menschen gesagt: was für ein Glück, jung, gesund, gebildet zu sein und auf dem eigenen Gutshof zu leben! Zugleich jedoch schreckte sie die endlose, eintönige Ebene, ohne eine lebendige Seele, und für Augenblicke war klar, dass dieses stille grüne Ungeheuer ihr Leben verschlingen, in ein Nichts verwandeln würde. Sie ist jung, elegant, liebt das Leben; sie hat das Institut absolviert, hat drei Sprachen zu sprechen gelernt, hat viel gelesen, ist mit dem Vater gereist, - und das alles nur, um sich schließlich auf einem öden Steppengutshof niederzulassen und tagein, tagaus […] vom Garten aufs Feld, vom Feld in den Garten zu gehen und dann im Haus zu sitzen und zuzuhören, wie der Großvater nach Luft ringt?

a) Anna Sergejewna Odinzowa (aus: Väter und Söhne von Iwan Turgenjew)
b) Vera Ivanovna Karolina (aus: Im heimischen Winkel von Anton Cechov)
c) Anna Netrebkovna Karenina (aus: Anna Karenina von Lew Tolstoi)

 

Gewinnerin: V. Noll / Gewinn: Margriet de Moor: Von Vögeln und Menschen

 

 

9. Dezember, Frage 7

Welchem Reisenden geben süddeutsche Dörfer gewisse Rätsel auf?

Wir fuhren gelegentlich an sehr merkwürdigen Dörfchen vorbei. Kleine Ortschaften, so eingezwängt zwischen Bahnstrecke und Fluss, dass es darin keinen Platz für Straßen gab. Alle Häuser waren irgendwie durcheinandergewürfelt. Wie jemand, der in der Mitte wohnt, nach Hause kommt, ohne über die Hälfte der anderen Gebäude zu klettern, war mir schleierhaft. In solchen Dörfern mag eine Schwiegermutter den ganzen Tag umherwandern, um ihren Schwiegersohn zu besuchen; sie hört ihn, sie sieht ihn auch ab und zu, aber sie dringt nie zu ihm vor, da sie keinen Weg findet.

a) Jerome K. Jerome (in: Zwei Mann auf Pilgerfahrt)
b) Mark Twain: (in: Die schreckliche deutsche Sprache)
c) Patrick Leigh Fermor (in: Zwischen Wäldern und Dörfern)

 

Gewinner: F. Willberg / Gewinn: Herbert Friedrich: Der Tod des Weltmeisters

 

 

 

7. Dezember, Frage 6

Wer freut sich hier über einen Rekord-Schatten?

Seit ich in Weltrand hier wohne, besitze ich einen herrlichen Schatten. Solch einen habe ich vorher niemals besessen.Weil die Lichtverhältnisse einfach nicht günstig waren. Aber hier, hier auf Meeresspiegelhöhe jetzt angestammt und die Sonne abends und morgens vor oder hinter den Kniekehlen stehend, geht mein Schatten ins Abenteuerliche und legt sich als Brücke erst einmal über die Gräben aber auch Vorfluter weg. Die winkenden Schattenhände schweben Meter weiter über dem Reiherbaum.

a) Jan-Philipp Senker (in: Am anderen Ende des Schattens)
b) Annemarie Schwarzenbach (in: Baltisches Tagebuch)
c) Sarah Kirsch (in: Kommt der Schnee im Sturm geflogen)

 

Gewinnerin: R. Möller / Gewinn: R.O.Kwon: Die Brandstifter

 

 

6. Dezember, Frage 5

In welchem Roman ist es so still?

Im Dorf ... war es still wie auf dem Friedhof, und die Lebenden lagen fast so entrückt wie die Toten. Die Kirchturmuhr schlug elf. Die Atmosphäre war dermaßen bar anderer Geräusche, daß das Schnurren des Uhrwerks unmittelbar vor dem Schlagen und auch das Klicken danach deutlich zu vernehmen waren. Die Töne pflanzten sich mit der üblichen mechanischen Sturheit alles Seelenlosen fort, brachen sich an Mauern und prallten von ihnen ab, schwangen sich in Wellen zu den vereinzelten Wolken hoch und verströmten während der Pausen in unerforschten Räumen.

in:
a) Am grünen Rand der Welt (von Thomas Hardy)
b) Im Dorfcafé am Rande der Welt (von John Strelecky)
c) Das Dorf in den roten Wäldern (von Louise Penny)

 

Gewinner: F. Zweynert / Gewinn: Mike McCormack: Ein ungewöhnlicher Roman über einen gewöhnlichen Mann

 

 

5. Dezember, Frage 4

Wer ist hier unterwegs?

Bummelt munter durch die Wiesen,/ bremst und pfeift bei jeder Kuh,/ bimmelt leise ihre Weise,/ und die Kuh erwidert: Muh!//

Gleich danach hört man ein Rufen/ aus dem Brommelbeerenschlag./ Vierzehn Hasen rufen heiter:/ ... guten Tag!

a) Die Bimmel-Bummelbahn (von Hannes Hegen)
b) Marietta Zugmaus (von Uwe Timm)
c) Henriette Bimmelbahn (von James Krüss)

 

Gewinnerin: C. Matschke / Gewinn: Martin R. Dean: Warum wir zusammen sind

 

4. Dezember, Frage 3

Wer formulierte den nachfolgenden Text „Auf dem Lande“?

Ich muss etwa die Letschiner Szenerie nehmen, aber den Vordergrund sehr beleben, so dass man erst Felder sieht, dazwischen ein Vorwerk, eine breite Fahrstraße, am Horizont eine Waldmasse, aber an zwei Stellen unterbrochen, an einer ein Kirchturm, an einer andern eine kleine Burg mit einem Luginsland. Links neben dem Vorwerk eine Bockmühle.
Mücken. Toller Hund. Ein aus dem Gefängnis Ausgebrochener. Die Zeitungen. Er (der Besitzer) liest nur den Geld- u. Getreidebericht. Die Gnädige die Verlobungsanzeigen.
 

a) Günter de Bruyn (in: Mein Brandenburg)
b) Jean de La Fontaine (in: Fabeln aus Letschin)
c) Theodor Fontane (in: Fragmente, Erzählungen, Impressionen, Essays)

 

Gewinnerin: M. Bucher / Gewinn: Alex Lépic: Lacroix und die Toten vom Pont Neuf

 

 

3. Dezember, Frage 2:

Wer ist der Autor dieses Gedichts?

 

Großäugig; vom Kumanenschlag,/ Gequält von Traummelancholien,/ Trieb er sein Vieh, nach der berühmten/ Heide von Hortóbagy zu ziehen.//

Entrückt sah er wohl hundertmal/ Das Abendrot ins Dunkel gleiten,/ Doch wenn sein Herz erglüht war, kam ein/ Kuh-Volk, es schmatzend abzuweiden.//

Verzückt dacht er wohl tausendmal/ Tod, Wein und Fraun in edlen Worten./ Ein heilger Sänger wäre er/ In jedem andren Land geworden.//

Doch da im Dreck er Küh und Knechte/ Hintrotten sah mit blödem Sinn,/ Begrub er seine Lieder, fluchte/ Oder er pfiff nur vor sich hin.

a) Andor Gábor (Der Heidemann)
b) Endre Ady (Der Dichter der Heide Hortobágy)
c) Gabor Steingart (Kopf hoch, Kumane!)

 

Gewinner: S. Beneicke / Gewinn:John Connolly: Stan

 

 

2. Dezember, Frage 1:

In welchem Roman wird die Hauptfigur mit veränderten Sitten konfrontiert?

In London hatte ich hin und wieder ein paar Worte mit der Familie aus der Wohnung nebenan gewechselt oder dem Paar auf der anderen Seite zugenickt, aber wenn ich den Leuten, die nur zwei Türen weiter wohnten, begegnet wäre, hätte ich sie nicht erkannt. Ganz anders hier: Bereits vierundzwanzig Stunden nach meiner Darbietung in Barton Ferry hatte es sich herumgesprochen, dass ich bei den Sykes zum Tee war.

„Habe gehört, Sie treiben sich auf den Dörfern herum und halten Ausschau nach den Mädels. Spielen wohl mit dem Gedanken, sich in Oxgodby niederzulassen?“, fragte Moon verschmitzt. „Sie sollten besser niemandem verraten, dass Sie verheiratet sind: Fast jeder zweite Kerl hat hier eine Flinte.“

in:
a) Ein Mord erster Klasse (von John Le Carré)
b) Ein Monat auf dem Land (von J.L. Carr)
c) Stadt Land Monat (von Jeanne Granger)

 

Gewinnerin: D. Eckart / Gewinn: Simone Meier: Kuss